Die iranische Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin Dr. Shirin Ebadi hat am Donnerstag, 20. Mai, in der Bad Godesberger Redoute den Internationalen Demokratiepreis Bonn erhalten.
Deutsche Welle-Intendant Erik Bettermann, Vorsitzender des Vereins Internationaler Demokratiepreis Bonn, lobte den „unerschrockenen Einsatz Ebadis für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im Iran“.
„Sie konnte und wollte nicht schweigen, wenn die Würde des Menschen mit Füßen getreten wurde“, sagte Werner Hoyer, Staatsminister im Auswärtigen Amt, in seiner Laudatio.
Als Anwältin vertritt Ebadi im Iran liberale Dissidenten. Das Regime schloss im Dezember 2008 ein von ihr geleitetes Menschenrechtszentrum.
2003 hatte Shirin Ebadi für ihr Engagement den Friedensnobelpreis erhalten. Das Komitee hatte insbesondere ihren Einsatz für die Rechte von Frauen und Kindern hervorgehoben.
Als Vorsitzende des Stadtgerichts in Teheran war Ebadi die erste Richterin im Iran gewesen. Dieses Amt hatte sie nach der islamischen Revolution niederlegen müssen.
Erster Träger des Internationalen Demokratiepreises Bonn war Václav Havel.
Die Online-Ausgabe der britischen Zeitung Guardian hat seit längerer Zeit eine Liste der Vermissten und Getöteten im Iran seit Beginn der Proteste angelegt. Rechts: Ausriss aus der Webseite des Guardian.
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