Die Aufwärtskorrektur ihrer Vorhersage für 2010 begründen die Ökonomen wie folgt: „Die Prognose für die Veränderungsrate des realen Bruttoinlandsprodukts im Jahresdurchschnitt 2010 ist im Vergleich zum Frühjahrsgutachten (-0,5 %) auf +1,2 % heraufgesetzt worden. Darin kommt allerdings in erster Linie die zu erwartende weniger ungünstige Konjunktur in diesem Jahr zum Ausdruck.“
Für dieses Jahr sagen die Institute nun einen BIP-Einbruch um fünf Prozent voraus, nachdem sie im Frühjahr einen Einbruch von sechs Prozent befürchtet hatten.
Die Experten rechnen für das kommende Jahr mit 4,075 Millionen Arbeitslosen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent nach im Schnitt acht Prozent in diesem Jahr. Einen in Folge der massiven staatlichen Krisenintervention befürchteten Anstieg der Inflation sehen die Ökonomen nicht. Sie gegen von einer durchschnittlichen Teuerungsrate um 0,6 Prozent aus (2009: 0,3 Prozent).
Die Experten sprechen von einer „zögerlichen Belebung “ und warnten bei der Vorstellung der Expertise gleichzeitig vor steigenden Staatsschulden.
Steuersenkungen halten die Wissenschaftler zwar „prinzipiell für möglich“. Diese würden aber eine „sehr ehrgeizige Sparpolitik voraussetzen“.
Ihre nunmehr optimistischere Prognose machen die Institute von der Annahme abhängig, „dass sich das internationale Finanz- und Bankensystem dank der massiven staatlichen Stützungsprogramme weiter stablisiert“. Neue Erschütterungen seien allerdings „keineswegs ausgeschlossen“. (Quelle der Tabelle: Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2009.)

An der Gemeinschaftsprognose sind die folgenden Institute beteiligt:
ifo Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München in Kooperation mit der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, das Institut für Wirtschaftsforschung Halle in Kooperaton mit dem Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung in der Hans-Böckler-Stiftung, das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung, das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung – bei der Mittelfristprognose in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien.
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Grundsätzliches über das Konjunktur- und Finanzkrisenmanagement der Bundesregierung von Kanzleramtsminister Thomas de Maiziére.
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