Zum fünften Mal in Folge steigt der Geschäftsfklimaindex des Münchener ifo-Instituts. Mit einem August-Stand von 90,5 Punkten nach revidierten 87,4 Zählern im Vormonat erlebte der bedeutende Frühindikator den stärksten Auftrieb seit Sommer 1996 und erreichte den höchsten Stand seit September vergangenen Jahres, als die weltweite Finanzkrise manifest wurde. Die Einschätzung der befragten Unternehmen übersteigen damit bei weitem die Vorabeinschätzung von Ökonomen, die einen Anstieg auf lediglich 88,8 Punkte erwartet hatten.
Beobachter nehmen diesen überraschenden Anstieg als weiteres Zeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft nun mehr Schwung aufnimmt und die Tal- sohle verlässt.
Nicht nur Frühindikatoren, die ja Einschätzungen spiegeln, sondern auch handfeste Produktions- und Wirtschaftsleistungszahlen scheinen
zu belegen, dass die Rezession
vorerst beendet ist. Mitte August teilte das Statistische Bundesamt mit, dass deutsche BIP im zweiten Quartal 2009 um 0,3 Prozent gewachsen ist. Auch die Auftragslage der Industrie bessert sich nach Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums.
So verwundert es nicht, dass auch die vom ifo-Institut abgefragte aktuelle Lage in den Unternehmen besser eingeschätzt wird (dies zum zweiten Mal in Folge). Aktueller Stand: 86,1 Punkte gegenüber 84,4 im Vormonat.
Kommentar-Auszug von ifo-Präsident Professor Hans-Werner Sinn zum aktuellen Geschäftsklima-Index:
"Die Wirtschaft in Deutschland erholt sich langsam von ihrem Fall.
Im verarbeitenden Gewerbe ist das Geschäftsklima weniger ungünstig als im Vormonat. Die schwierige Geschäftssituation hat sich den Firmenmeldungen zufolge etwas entspannt. Dennoch sind die Unternehmen unzufrieden mit ihrer Lage. Sie rechnen aber nicht mehr mit einer Verschlechterung der Geschäfte im kommenden halben Jahr. Ebenfalls weniger skeptisch bewerten die Industriefirmen ihre Exportchancen. Den Personaleinsatz beabsichtigen sie nicht mehr ganz so deutlich abzusenken."
Der ifo-Geschäftsklimaindex basiert auf den Angaben von rund 7000 Unternehmen und gilt als wichtigster Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft.
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Grundsätzliches über das Konjunktur- und Finanzkrisenmanagement der Bundesregierung von Kanzleramtsminister Thomas de Maiziére.
Ökonomie ist zu 90 Prozent Psychologie. Kommunikation beeinflusst Stimmungen und damit auch das Geschäftsklima.
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